Voneinander lernen

Katharina Schwarzl und Wilfried Rappold

In der Sommerausgabe steht das Thema Voneinander Lernen im Mittelpunkt.
Denn in unserer täglichen Arbeit mit Führungskräften und Unternehmer:innen erleben wir
immer, wie wertvoll ein offener Austausch ist.

Es geht nicht darum, die eigenen Anliegen „zur Schau stellen“ sondern darum, voneinander zu
lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Katharina Schwarzl und Wilfried Rappold nehmen diesen „Mehrwert“ in den Fokus.

#IMPULS

Mag. Wilfried RappoldMag. Wilfried Rappold begleitet Führungskräfte und Unternehmer:innen in der persönlichen und unternehmerischen Weiterentwicklung und ist TAB-Businesspartner.
Im Rahmen von TAB beraten sich Unternehmer:innen gegenseitig und sparen so
Zeit, Geld und Nerven.

Hier richtet sich nun sein Blick auf das Voneinander Lernen in Form von „Kollegialer Beratung“.

Kollegiale Beratung: Voneinander lernen für mehr Erfolg

Unternehmerinnen und Unternehmer stehen oft vor vielfältigen Herausforderungen und müssen komplexe Entscheidungen treffen. Hier setzt die kollegiale Beratung an – eine bewährte Methode, um gemeinsam Lösungen zu finden. 
Statt sich allein durchzuschlagen, ermöglicht sie einen ehrlichen und strukturierten Austausch mit Gleichgesinnten.

Die kollegiale Beratung ist eine strukturierte Methode

  • bei der sich Führungskräfte in kleinen, vertraulichen Gruppen regelmäßig treffen,
  • um berufliche Anliegen zu besprechen,
  • in einem geschützten Umfeld ihre Erfahrungen und Perspektiven teilen
  • und gemeinsam praktikable Lösungen erarbeiten.

Der branchenübergreifende Austausch sorgt dafür, dass keine Konkurrenzsituationen entstehen und unternehmerische Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden.

Kollegiale Beratung im Rahmen von TAB

The Alternative Board (TAB) bietet seit über 30 Jahren eine etablierte Plattform für diesen kollegialen Austausch. In den sogenannten Unternehmer:innenboards treffen sich Gleichgesinnte, die ähnliche Herausforderungen haben. Unter der Leitung zertifizierter Moderatoren, die selbst über umfangreiche unternehmerische Erfahrung verfügen, profitieren die Mitglieder von praxisnahen Tipps und einem ehrlichen Austausch auf Augenhöhe.

Vorteile kollegialer Beratung:

  • Ehrlicher Austausch: Perspektiven werden erweitert und es kann aus den Erfahrungen anderer gelernt werden.
  • Fokus aufs Wesentliche: Trotz des hektischen Alltags bleibt die strategische Arbeit im Vordergrund, indem am statt im Unternehmen gearbeitet wird.
  • Persönliche Weiterentwicklung: Führungskompetenzen und Entscheidungsfähigkeit werden durch kontinuierlichen Austausch gestärkt.
  • Vertrauliches Umfeld: Auch sensible Themen können in einer kollegialen und freundschaftlichen Atmosphäre besprochen werden.

Ich als TAB-Moderator

In meiner Rolle Moderator solcher Boards achte ich darauf, dass die Regeln der kollegialen Beratung eingehalten werden. So profitieren Beteiligten – egal ob sie an der eigenen Frage oder an der Frage einer anderen Person arbeiten. 
Somit wird die kollegiale Beratung zu einer Mischung aus Beratung und Lernen.
Zwischen den Beratungstreffen gibt es für jede:n Teilnehmer:in eine persönliche Coachingeinheit mit mir um die Themen nachzuhalten bzw. in die konkrete Umsetzung zu bringen.

Aktuell baue ich meine 3. Gruppe (Board) auf. Im Rahmen der Veranstaltung am Weingut Schwarzl gibt es die Möglichkeit die Arbeitsweise und mich kennen-zulernen.

Fazit

Die kollegiale Beratung bietet eine wertvolle Möglichkeit, sich mit anderen Führungskräften auszutauschen und gemeinsam erfolgreich zu sein. Durch den strukturierten Austausch können Herausforderungen effektiver gemeistert und neue Perspektiven gewonnen werden. Mit Plattformen wie The Alternative Board steht Ihnen dabei ein erprobtes Format zur Verfügung, um diesen Mehrwert optimal zu nutzen.

# INTERVIEW

Katharina SchwarzlKatharina Schwarzl, gelernte Bürokauffrau und Buchhalterin, arbeitet jedoch seit 2015 in einem ganz anderen Handwerk und führt gemeinsam mit Ihrem Mann das Weingut Schwarzl in Ehrenhausen. 
Das Weingut Schwarzl ist ein Familienbetrieb mit den Schwerpunkten Wein, Delikatessen und Gästezimmer.

Führung und Handwerk

EINS22: Welche Handwerke spielen in eurem Betrieb eine große Rolle?

Katharina Schwarzl: 
In unserem Betrieb ist das Handwerk eng mit der Natur verbunden. Jeder Tag beginnt damit, die Weinstöcke genau zu beobachten, ihre Bedürfnisse zu erkennen und mit Bedacht zu entscheiden, welche Schritte als Nächstes notwendig sind. Dabei vertrauen wir nicht nur auf Erfahrung und Wissen, sondern auch auf unser Bauchgefühl – und darauf, dass die Entscheidungen, die wir treffen, sich im Einklang mit der Natur als richtig erweisen.
Doch Handwerk bedeutet für uns nicht nur die Arbeit in den Weingärten. Auch das feine Fingerspitzengefühl im Umgang mit unseren Gästen ist ein wesentlicher Teil davon. Es geht darum, Menschen willkommen zu heißen, ihnen die Liebe zu unserer Arbeit zu vermitteln und sie spüren zu lassen, dass sie bei uns am Hof mehr als nur Besucher sind. Dieses Handwerk der Herzlichkeit wird bei uns nicht nur geschätzt, sondern tagtäglich gelebt.

EINS22: Welche Bedeutung hat für dich als Unternehmerin der Austausch mit anderen Unternehmer:innen?

Katharina Schwarzl:
Der Austausch mit anderen Unternehmer:innen hat für mich einen ganz besonderen Stellenwert. Er ermöglicht mir nicht nur, Einblicke in andere Branchen zu gewinnen, sondern auch zu verstehen, wie unterschiedlich wir alle an Herausforderungen herangehen. Genau dieser Perspektivenwechsel hilft mir, sowohl persönlich als auch betrieblich zu wachsen.
Ich bin überzeugt, dass Stillstand keine Option ist. „Abwarten und hoffen“ war noch nie genug – gerade in unserer zunehmend digitalen Welt wird es immer wichtiger, Netzwerke zu pflegen, voneinander zu lernen und offen zu sein für neue Ideen. Der Austausch ist für mich daher nicht nur eine Bereicherung, sondern ein wertvolles Werkzeug, um unseren Familienbetrieb nachhaltig weiterzuentwickeln.

EINS22: Welche Herausforderungen und Chancen siehst du in der Führung eines Familienbetriebs?

Katharina Schwarzl:
Die größte Herausforderung in einem Familienbetrieb liegt für mich darin, das Bewährte mit neuen Ideen zu verbinden. Unterschiedliche Generationen bringen verschiedene Sichtweisen und Erfahrungen mit – und genau darin liegt auch eine große Stärke. Es braucht manchmal Geduld und Verständnis, um die Balance zwischen Tradition und Innovation zu finden, doch dieser Prozess macht unser Miteinander so besonders.
Als große Chance sehe ich, dass wir auf einem Fundament aufbauen dürfen, das über viele Jahre mit viel Einsatz, Herzblut und Liebe zum Detail geschaffen wurde. Wer diesen bisherigen Weg wertschätzt und versteht, wie viel Arbeit dahintersteckt, kann darauf aufbauend beinahe alles erreichen. Für mich ist es dabei entscheidend, ehrlich und authentisch zu bleiben – denn nur wenn wir unser Handwerk mit echter Leidenschaft leben, können wir als Familie und als Betrieb erfolgreich in die Zukunft gehen.


EINS22:Impulse zum Thema „Voneinander lernen“ zum Download:


Veranstaltung zum Thema

Einladung zu Handwerk und FührungWir laden herzlich zu einem Morgen für Austausch & Voneinander Lernen ein.
Am 19. August ab 8.15 Uhr am Weingut Schwarzl in Ehrenhausen.

Es erwartet Sie ein Morgen mit Impulsen, vertiefendem Kennenlernen und der Möglichkeit, kostenlos an einem TAB-Kennenlern-Board teilzunehmen.

Veranstaltung: Handwerk & Führung


 

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