Team­entwicklung - Teamführung - Teamgenuss

Team

In diesem Blog steht das Thema "Team" im Fokus.
Dabei nehmen wir unterschiedliche Perspektiven ein. 
Was bedeutet es, Teams zu führen, Teams weiter zu entwickeln und gemeinsam als Team zu genießen.

Dem widmen wir uns hier und in einer Info-Veranstaltung am 12. Juni 2026 am Weingut Schwarzl in Ehrenhausen. 

#IMPULS

Portrait Manuela Burger

Manuela Burger, EINS22 Beratung & Weiterbildung, hat über drei Jahrzehnte Teams unterschiedlicher Größe geleitet und begleitet.
In den Weiterbildungen von EINS22 steht die Zusammenarbeit und Wirksamkeit von Teams oft im Zentrum. Teamführung klingt banal – und genau das ist das Problem: Denn was als selbstverständlich gilt, wird selten hinterfragt und ist in vielen Organisationen der eigentliche „Knackpunkt“ für wirksame Führung und nachhaltigen Erfolg.


Wirksame Führung von Teams

In einer Arbeitswelt, die von Dynamik, Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen an Eigenverantwortung geprägt ist, wird die Qualität von Führung zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Führungskräfte gestalten nicht nur Prozesse – sie prägen Kultur, Haltung und letztlich die Leistungsfähigkeit ihres Teams.

Führung auf Augenhöhe als Erfolgsfaktor

Ein zentraler Hebel dabei ist die Führung auf Augenhöhe. Das bedeutet nicht, Hierarchien aufzulösen oder Entscheidungen zu vermeiden, sondern Mitarbeitende als kompetente, eigenverantwortliche Partner:innen zu sehen. 
Wer auf Augenhöhe führt, hört zu, bezieht Perspektiven ein und schafft ein Umfeld, in dem Teammitglieder gut arbeiten können. Diese Haltung fördert Vertrauen – und Vertrauen ist die Grundlage für echte Zusammenarbeit. Teams bzw. Menschen, die sich gesehen und ernst genommen fühlen, übernehmen Verantwortung deutlich bereitwilliger.

Die Führungskraft als Weiterentwicklungsbegleitung

Damit verbunden ist die Rolle der Führungskraft als Weiterentwicklungsbegleiter:in. 
Führung bedeutet nicht (nur), die beste fachliche Lösung selbst zu liefern, sondern die richtigen Fragen zu stellen und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen andere wachsen können. Mitarbeitende wollen sich entwickeln, ihre Stärken einsetzen und Wirkung erzielen. Gute Führung erkennt Potenziale, fordert gezielt und fördert individuell. Sie schafft Lernräume, in denen Fehler nicht sanktioniert, sondern als Teil von Entwicklung verstanden werden.

Klarheit schafft Orientierung und Handlungsfähigkeit

Gleichzeitig braucht wirksame Führung Klarheit. Klarheit in Zielen, Erwartungen und Verantwortlichkeiten. Teams können nur dann eigenständig agieren, wenn sie wissen, woran sie sind. Unklare Führung führt fast zwangsläufig zu Unsicherheit, Doppelarbeit oder Passivität. Klarheit hingegen schafft Orientierung und ermöglicht es, Entscheidungen auch ohne ständige Rückversicherung zu treffen.

Übergabe von Verantwortung

Eine der größten Herausforderungen für Führungskräfte ist das echte Übergeben von Verantwortung. Viele Führungskräfte glauben, sie delegieren – in Wahrheit behalten sie jedoch die Kontrolle. Sie greifen ein, korrigieren, überprüfen jeden Schritt. Das sendet ein klares Signal: „Ich vertraue dir nicht vollständig.“ Echte Verantwortung zu übergeben bedeutet, nicht nur Aufgaben, sondern auch Entscheidungsspielräume abzugeben – inklusive der Möglichkeit, Fehler zu machen. Das erfordert Mut und ein Umdenken: Weg vom Mikromanagement, hin zu einem Führungsverständnis, das auf Vertrauen und Ergebnisorientierung basiert.

Fazit: Führung als Grundlage nachhaltiger Leistung

Am Ende zeigt sich gute Führung daran, dass Teams auch ohne permanente Kontrolle funktionieren. Dass sie Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen und gemeinsam Ergebnisse erzielen. Führung auf Augenhöhe, gepaart mit Klarheit und echter Verantwortungsübergabe, ist kein „weicher“ Ansatz – sondern die Grundlage für nachhaltige Leistungsfähigkeit und unternehmerischen Erfolg.

Was bedeutet das nun ganz konkret im Führungs-Alltag?

Der Anspruch an moderne Führung ist klar – entscheidend ist jedoch die Umsetzung im Alltag. Genau hier trennt sich gute Absicht von wirksamer Führung. Einige konkrete Handlungsansätze:

1. Klare Erwartungen formulieren – nicht voraussetzen
Sprechen Sie Ziele, Rollen und Verantwortlichkeiten aktiv aus. Legen Sie gemeinsam fest: Was genau soll erreicht werden? Bis wann? Woran messen wir Erfolg? Unausgesprochene Erwartungen sind eine der häufigsten Ursachen für Missverständnisse.

2. Verantwortung sichtbar übergeben
Delegieren Sie nicht nur Aufgaben, sondern auch Entscheidungen. Formulieren Sie klar: „Das liegt in deiner Verantwortung – du entscheidest im definierten Rahmen.“ Und dann: halten Sie sich bewusst zurück.

3. Weniger kontrollieren – gezielter nachfragen & zuhören
Ersetzen Sie Mikromanagement durch Fragen:
„Was ist dein nächster Schritt?“
„Wo siehst du Risiken?“
„Was brauchst du von mir?“
So bleiben Sie informiert, ohne die Verantwortung zurückzuziehen.

4. Regelmäßige 1:1-Gespräche führen
Schaffen Sie Raum für echten Austausch – nicht nur über Aufgaben, sondern auch über Entwicklung, Herausforderungen und Zusammenarbeit. Gute Führung passiert im Dialog, nicht zwischen Tür und Angel.

5. Fehler aktiv enttabuisieren
Sprechen Sie offen über Fehler – auch über Ihre eigenen. Fragen Sie im Team: „Was lernen wir daraus?“ statt „Wer ist schuld?“ Das stärkt Vertrauen und fördert eigenverantwortliches Handeln.

6. Feedback klar und zeitnah geben
Gutes wie kritisches Feedback gehört zum Alltag. Konkret, respektvoll und lösungsorientiert. Je klarer Feedback ist, desto größer die Chance auf Entwicklung.

7. Den eigenen Eingriff bewusst reflektieren
Fragen Sie sich regelmäßig: „Greife ich gerade ein, weil es notwendig ist – oder weil es sich für mich sicherer anfühlt?“ Diese Unterscheidung ist entscheidend für echte Verantwortungsübernahme im Team.

8. Orientierung geben – nicht jede Antwort liefern & jede Information weitergeben
Gerade in unsicheren Situationen erwarten Teams keine perfekte Lösung, sondern eine klare Richtung. Treffen Sie Entscheidungen, wo nötig – und binden Sie Ihr Team dort ein, wo es sinnvoll ist.

Konsequente Führung zeigt sich nicht in großen Konzepten, sondern im täglichen Verhalten. Wer Augenhöhe lebt, Klarheit schafft und Verantwortung wirklich übergibt, verändert Schritt für Schritt die Zusammenarbeit im Team – und damit auch die Ergebnisse.
 

#INTERVIEW

Julia Pirkenau

Julia C. Pirkenau ist ausgebildete Change Managerin, Outdoortrainerin und Wanderguide. Mit 15+ Jahren Erfahrung in den Bereichen Marketing und Geschäftsentwicklung widmet sie sich in ihrer Tätigkeit als Teamtrainerin Teams und deren Miteinander. Der Fokus liegt dabei auf der unverfälschten zwischenmenschlichen Begegnung, ohne digitale Medien, echten Augenblicken und gezielt konfrontativem Spielen. Hier mehr zu Julia Pirkenau und ihr Unternehmen surWHYve.
 

Teamentwicklung

EINS22: Viele Teams arbeiten immer wieder an ihrer Zusammenarbeit. Was kann Outdoor, was im Seminarraum schlicht nicht möglich ist?“ 
Julia Pirkenau: 
Eine sehr komplexe Frage! Outdoortrainings bieten viele verschiedene, positive Aspekte. Meine Beobachtungen kurz zusammengefasst: frische Luft tut nicht nur gut, sondern hält das Aufmerksamkeitslevel hoch. In einer Umgebung ohne Wände steigert sich die Kreativität enorm. Gruppen, die draußen arbeiten, bleiben zusammen – statt sich schnellstmöglich in den Pausen in alle Richtungen aufzulösen. 

EINS22: Was passiert im Outdoor-Setting, was im klassischen Arbeitsalltag oft verborgen bleibt? 
Julia Pirkenau: 
Man stelle sich vor, es wird gemeinsam an einer kleinen Brücke gebaut. Der Test auf Stabilität erfolgt – die Brücke bleibt bestehen oder bricht zusammen. Konsequenzen erfolgen unmittelbar und ebenso alle damit einhergehenden Emotionen der Teilnehmenden. Man ist im Moment und es ist möglich, gemeinsam zu reflektieren und zu lernen, über- und voneinander. 

EINS22: Wie gelingt der Transfer in den Alltag – damit aus einem intensiven Draußen-Erlebnis tatsächlich nachhaltige Veränderung im Team spürbar ist? 
Julia Pirkenau: 
In meinen Teamtrainings schaffe ich Raum für Austausch, der unter die Oberfläche geht. Ich versuche Teilnehmenden zu vermitteln, dass Klarheit eine positive Wertbegleiterin ist und ich bin überzeugt davon, dass spielerisches Miteinander – auch auf körperlicher Ebene (z.B.: gemeinsames Überwinden von Hindernissen) - einen neuen Vertrauenshorizont eröffnet, der die Basis für jede gute Zusammenarbeit bildet. 
 

#TEAMGENUSS

Katharina Schwarzl

Katharina Schwarzl schafft am Weingut Schwarzl Raum für Austausch und Genuss. Neben dem Wein gibt es auch von ihr selbst gemachte Delikatessen in unterschiedlichsten Varianten. Sie mag es, Menschen und Teams am Gut zu begrüßen, einen schönen Rahmen zu schaffen und so für ein gelungenes und genussvolles Miteinander zu sorgen.

Gemeinsamer Genuss verbindet Menschen auf eine besondere Weise.

Wenn Menschen miteinander essen, genießen, lachen und sich abseits von Rollen und Aufgaben begegnen, entsteht Beziehung. Gespräche werden persönlicher, Vertrauen wächst und Zusammenarbeit wird leichter.

Gerade in einer Arbeitswelt voller Tempo und Druck werden solche gemeinsamen Momente oft unterschätzt. Dabei sind sie ein wichtiger Teil einer gesunden Teamkultur. Denn Teams funktionieren nicht nur über Prozesse und Zuständigkeiten – sondern über Verbindung.

Genuss schafft Räume für Begegnung, Wertschätzung und echtes Miteinander. Und genau das stärkt Teams nachhaltig.
Das Weingut Schwarzl in Ehrenhausen bietet dafür einen geeigneten Platz und die passenden Rahmenbedingungen.


Veranstaltung zum Thema

Einladung Team


Wir laden herzlich zu einem Morgen für Austausch & Voneinander Lernen ein.

Am Freitag, 12. Juni 2026 von 8:30 bis 10 Uhr am Weingut Schwarzl

Es erwartet Sie ein Morgen mit Impulsen, vertiefendem Kennenlernen und der Möglichkeit, sich dem Thema Teams auf unterschiedliche Weise zu widmen.

Nähere Information und Anmeldung 

 

 

 

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